alles was vorher war...

Mit der Schilddrüsen-OP hat es begonnen, da dachte ich noch, alles käme in Ordnung.
Dann äußerten sich diese Symptome, und da nahm der Horror seinen Anfang. Schließlich kamen immer mehr Arztbesuche zu, und auch die Krankenhäuser blieben nicht aus.

Und alles was jetzt danach kommt, das schreibe ich hier nieder, denn mir wurde gesagt, ich leide unter einer psychosomatischen Ess-Störung... die sich als reine Angststörung entpuppt hat.

Freitag, 28. Februar 2014

Samstag, 22. Februar 2014

Wie gehts nu' weiter?

Ich versuche, mich normal zu bewegen. Nicht so leicht. Dieses ständige Schwanken im Kopf und das seltsame Körpergefühl, das ich seit dem rapiden Gewichtsverlust spüre, machen es mir jeden Tag auf's Neue wieder schwer, mich einfach normal zu drehen, wenden, bücken, zu laufen, hinzusetzen... zu bewegen eben. Donnerstag war ich zum ersten Mal bei der Physiotherapie (endlich), aber das ist eine langwierige Angelegenheit, denn gegen den aufkommenden Schwindel (vor dem ich ja riesige Angst habe) gilt nur eines zu tun: die Bewegungen zu üben, üben, üben... nach fast einem halben Jahr, das ich nun in diesem Dilemma stecke, habe ich es nicht wirklich mehr so mit der Geduld...

Jedenfalls war ich letzte Woche zur Blutabnahme - mal wieder, klaro. Die Werte wollen regelmäßig überpfüft werden, auch wenn mein Hausarzt keine Böcke mehr darauf hat. Sorry, aber dafür ist doch er der Arzt! Also echt jetzt. Naja, ich nehme seit knapp zweieinhalb Wochen erst die 75 µg in einer Tablette - zuvor hatte ich die 75 Einheiten immer mit einer 100er Tablette dosiert, diese also dementsprechend gebrochen. Das heißt allerdings auch, das der kleinere Teil (die 25er Einheit) mal größer und mal kleiner ist, und solange die Werte nicht eingependelt sind macht das dann schon was aus. Immerhin sind es mal um die 65, dann mal wieder um die 80 µg die man sich so einwirft, wenn man die 100er in vier Teile bricht (bröselt halt)... Wie dem auch sei, gestern gabs das Ergebnis der Blutabnahme:
meine Schilddrüsen-Werte sind wie aus dem Bilderbuch! Der TSH liegt bei 1,0 (und da gehört er hin), Kalium ist bei 3,9 und Calcium bei 2,24. Optimal, besser geht's gar nicht! :O)
Aaaaber wie nun die Werte halten? Der Hausarzt meint also, ich solle jetzt erstmal bei den 75 µg bleiben. Ich persönlich bin der Meinung, ich hätte besser ein bis zwei Wochen lang mal 50 und 75 Einheiten abwechselnd nehmen sollen... Ich fürchte nämlich, da der TSH ja jetzt binnen der vergangenen 2 Wochen wieder um 3 Punkte gefallen ist, das ich nun wieder in die Überfunktion rutsche... boah. So langsam hab ich keinen Driss mehr auf den Krempel! Ich fühle mich seit einem halben Jahr schon gar nicht gut, an manchen Tagen traue ich kaum, einen Fuß vor den anderen zu setzen, so wackelig bin ich. Und dann ständig der Schwindel, der hinter den Augen lauert... ich kann das fühlen, auch wenn meine Therapeutin meint, das wäre nur eine Wahrnehmungsverschiebung... Ja ja, ist klar. Bei denen ist immer alles eine Realitätsverzerrung, was man nicht erklären kann. Das diese komischen Gefühle und Symptome allerdings ganz einfach mit der Schilddrüse zusammenhängen (und das ist so, ich weiß es), das will keiner wahrhaben.

Wie dem auch sei. Ich versuche, den Affen zu ignorieren, bis ich ihn endlich ganz verscheuchen kann. Soll doch hingehen wo der Pfeffer wächst, der blöde Affe! Dennoch bleibt die Angst, das ich nun wieder in die Überfunktion gerate und wieder nicht voran komme... ich bin so froh, wenn das endlich mal überstanden ist und die Werte stabil sind!

In diesem Sinne... !

Sonntag, 9. Februar 2014

Der Affe Angst


Trübe Augen
Scheuklappen-Blick
Ich zitter' im Innern,
Klammer' mich fest
Nichts gibt mir Halt,
alles verschwimmt

Das Schrillen im Ohr
Unermeßlicher Krach
Mein Kopf dreht sich
in wilder Fahrt
Ein Stich im Herzen,
die Seele, die brennt

Freitag, 7. Februar 2014

unerwartetes Wiederhören

Dieser Tage bei meiner Therapeutin:

Ich saß im Vorzimmer/Wartebereich, und aus den Lautsprechern rieselte wieder - wie gewohnt - klassische Musik. Ich bin nicht der anerkannte Klassik-Fan. Zu wenig kreischende Gitarren (ist klar, ne?). Doch plötzlich ein unerwartet vertrauter Klang. Diese Melodie, die in Sekundenschnelle mein Herz erwärmte, mir in die Seele kroch und mich fast zu Tränen rührte - diese Melodie war mir so vertraut, so nah, als käme ich nach Hause. Es dauerte einen kurzen Moment, in dem ich angestrengt überlegte, aus welchem Film ich diese Klänge kannte. Das die Musik aus einem Film stammte war mir sofort klar, woher sonst hätte ich als alter Filmnarr Instrumentalmusik kennen sollen? ;)

Ich sah die Szenen, die mich auch heute noch, nach all den Jahren, die ich diesen Film schon so oft gesehen habe, zu Tränen rühren, ganz deutlich vor mir: der Ritter, der sich von dem Drachen verabschieden muß, zwangsläufig, ein todgeweihter Drache, der letzte seiner Art, der wiederum erquickt darauf war, in den Drachenhimmel einzugehen. Der Ritter ist sichtlich angegriffen, möchte den Drachen retten, um jeden Preis.
"Wonach sollen wir uns richten?" fragte er den Drachen, der am Boden liegt.
"Nach den Sternen, Bowen, nach den Sternen," antwortet Draco, der Drache.
... und als der Drache sich nach und nach in pure Energie verwandelt um endlich in den Drachenhimmel einzugehen, da gibt es kein Halten mehr und mir rinnen die Tränen die Wangen hinunter...

... und so sitze ich im Wartebereich, nur diese 3 Minuten der Melodie im Herzen, und fühle die Hoffnung wachsen.


Donnerstag, 6. Februar 2014

neue Werte...

Am Montag ging es zum Endokrinologen - soll ja ein echter Fachmann sein, jedenfalls was die Hormone betrifft. Meine erste Begegnung mit ihm war nicht so erklecklich, ich empfand den Arzt (Professor Doktor Doktor!) unsympathisch und unzugänglich. Er arbeitete damals nur seine Fragen ab, ohne mir auch nur einmal richtig zuzuhören... Nicht so wirklich meine Vorstellung von einem guten Arzt, dem ich mein Vertrauen schenken kann. Wie dem auch sein, mein 2. Besuch bei dem Prof verlief ebbes besser, wenn auch diesmal nicht befriedigend. Zum Ende der Konsultation wurde mir noch Blut abgenommen, um die SD-Werte zu überprüfen. Der Professor konnte sich nicht erklären, warum mein TSH in den letzten Monaten ständig so rapide gestiegen bzw. gesunken ist, und das allein aufgrund leichter Erhöhungen/Reduzierungen der Tabletten-Dosis.
Nach der Blutabnahme fragte ich nach, ob denn auch die Kalium/Calcium-Werte genommen würden, und da meine der Prof doch tatsächlich:

Dienstag, 28. Januar 2014

von Schmerzen und Flashs

Mag sein, das es Leute gibt, die sich über Flashs freuen oder gar sie genießen können. Rausch, ja, also früher (=vor der OP), wenn ich mir einen gekippt habe, ganz gepflegt mal beim Doktor (Who) und seinen intergalaktischen Abenteuern einen ColaWein oder gar ColaWhisky getrunken - lecker! Da konnte ich es kaum erwarten, bis ich einen Rausch bekomme, auch wenn es nur ein gaaaanz winzig kleiner ist (auch bekannt unter dem Namen "betuddelt"). Oder wenn mein Liebling und ich gedartet haben - dann nen schicken Rocksender eingeschaltet, ColaBierchen, zisch, Rausch, Spaß = genial! Kam ja alles auch nicht jeden Tag vor, und dann ist das in Ordnung, wenn man sich mal einen einschenkt.
Aber diese Flashs, die ich zur Zeit bekomme - naja, ob die jetzt wirklich nur vom Rauchen kommen, wage ich mittlerweile zu bezweifeln. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, das das alles wieder maginal gesteuert wird. Heißt: die Hormone, die vom Magen ausgestoßen werden (und das ja vermehrt zur Zeit, weil alles drunter und drüber geht) suggerieren diesen Flash. Der Magen will immerzu fressen, ich aber nicht. Ich habe einfach oft das Gefühl,

Sonntag, 26. Januar 2014

der Magen und das Nikotin...

Es war einmal ein Magen, der wollte den ganzen Tag zu Essen haben. Die Frau, zu der der Magen gehörte, wurde wirr mit der Zeit vor lauter Gedanken darum, was man dem Magen immer zu Essen geben könne. Morgens bekam er Rosinenbrot mit Käse und Malzbrot mit Gurke und Käse, bisweilen auch mal Toast und im Anschluss eine Banane. Doch kaum sagte er der Frau, er sei satt, begehrte es ihn nach spätestens einer Stunde erneut nach etwas Essbarem. Und so zog sich das Spielchen den ganzen Tag, Nachmittag, Abend und auch die Nacht hindurch hin. Natürlich gab die Frau ihm nachts nichts mehr zu Futtern, und dementsprechend ungeduldigt wurde es, wenn es gegen Morgen ging und das Frühstück anstand. Darauf stürzte der Magen sich mit Wohlgefallen - und manchmal auch mit Missmut, denn vor lauter Müdigkeit die noch im Kopf saß, wollte alles nicht so, wie Magen wollte. Dennoch aß er sich satt, doch dieses Gefühl hielt er nie lange, das machte ihm keinen Spaß. Er wollte essen, essen, essen...

Tja, so stehts um meinen Magen. Konditionierung bringt irgendwie nichts, vor allem nicht seit ich die 75 µg L-Thyroxin nehme. Gut, erst seit einigen Tagen, doch meinem Kreislauf gehts nicht besser - im Gegenteil, der spinnt nämlich wieder - und der Schwindel (Drehschwindel)